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Ausstellung: Verwoben. Geschichten in der Grenzregion

Die Ausstellung „Verwoben. Geschichten in der Grenzregion“ ist das Ergebnis eines fachübergreifenden Projektes, an welchem Studierende der Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden beteiligt waren. 

Ausgangspunkt für das Projekt war die Tatsache, dass verschiedene Zeitungen unter Bezugnahme auf eine empirica-Studie vom Juni 2016 über „ausblutende Landschaften“ in Sachsen berichtet hatten. Dieser Befund sollte unter dem Seminartitel „Lost Places? Erinnerungskulturelle Konzepte im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzraum“ kritisch hinterfragt werden. Sind diese Orte tatsächlich gewissermaßen verloren? Antworten auf diese Frage, sollten vor allem unter Berücksichtigung der Entwicklungen der regionalen Textilindustrie – einem der zentralen Wirtschaftszweige – gefunden werden. 

Ziel der gemeinsamen Arbeit war es, einen eigenen Blick auf die Geschichte und Gegenwart des Textilwesens im Umkreis des Dreiländerecks Deutschland-Polen-Tschechien zu entwickeln. Hierfür wurden im Rahmen von Exkursionen nach Wroçlaw/Breslau (PL), Varnsdorf/Warnsdorf (CZ) und Großschönau stellvertretend (ehemalige) Hochburgen textiler Produktion erkundet, Interviews geführt sowie Eindrücke fotografisch festgehalten und künstlerisch verarbeitet. Unterstützt wurden die Studierenden vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. sowie der Brücke/Most-Stiftung. 

Was sie während der Besuche bewegte, beeindruckte, faszinierte und zum Nachdenken anregte, werden die Studierenden in der Zeit vom 14. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018 in einer gemeinsamen Ausstellung mit dem Titel „Verwoben. Geschichten in der Grenzregion“ im „Haus auf der Mauer“ in Jena präsentieren. Gezeigt werden sowohl Objekte, welche eher dokumentarischen Charakter haben, als auch künstlerische Arbeiten, welche sich mit dem Osten als schwer definierbarem Raum auseinandersetzen. 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 14. Oktober 2017 um 17 Uhr ebendort statt. 
Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

 

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