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Matthias Hensel, M.A.

Matthias HenselKaum eine Debatte der letzten Jahrzehnte zeigt deutlicher die Relevanz der Kulturwissenschaften, als die um das Thema Flüchtlingspolitik. Denn darin kulminieren grundlegende Fragen historisch ausgerichteter Kulturforschung – nach dem ‚Eigenen‘ und dem ‚Fremden‘, nach Identität und Verschiedenheit, nach Kontinuität, Persistenz, Wandel und Transfer.

Volkskundliche und kulturhistorische Forschung, ja die Frage nach ‚unserer‘ Kultur, ist heute also angesagter denn je. Denn Kultur, in einem weiten und dynamischen Sinn als Praxis verstanden, die alle Bereiche der Lebenswelt durchdringt, ist ihr Gegenstand, an dem sie Verhalten, Handeln, Lebensweisen, Denkmuster und Gewohnheiten der einzelnen Menschen und sozialen Gruppen, die Struktur von Alltag, von Wahrnehmungen, Bräuchen, Riten und Wandel in den Blick nimmt. Der Zweck ist dabei stets das Analysieren und Verstehen kultureller Phänomene im gesellschaftlichen und historischen Kontext. Gerade die Vieldimensionalität, Skepsis gegenüber einfachen Antworten und die Suche nach dem Alltäglichen in der Geschichte führten mich zur Volkskunde/Kulturgeschichte. Als Forschungsinteressen kristallisierten sich die historische Anthropologie der Frühen Neuzeit und besonders die Universitätsstadt- und Studentengeschichte, Alltags- und Kriminalitätsgeschichte, Geschichte ‚von unten‘, Subkulturen in Kunst und Alltag sowie historische Hausforschung heraus.

Nach dem Studium kamen Lehraufträge und Tätigkeiten als freiberuflicher Kulturwissenschaftler hinzu. Zugleich begann die Arbeit an einer Dissertation mit dem Arbeitstitel "Universität und Alltag in Jena – Konfliktgeschichten einer frühneuzeitlichen Universitätsstadt".

 

 

 

2003-2011 Magisterstudium der Volkskund/Kulturgeschichte, Mittelalterlichen und Neueren Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

2004-2008 Studentische Hilfskraft für den Sonderforschungsbereich 482 (Ereignis Jena-Weimar. Kultur um 1800)

seit 2011 Doktorand, Promotionsthema: „Universität und Alltag in Jena. Konfliktgeschichten einer frühneuzeitlichen Universitätsstadt“

2012-2014 Lehrbeauftragter am Institut für Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena

2013 – Stipendiat des Landesgraduiertenkollegs „Protestantische Bildungstraditionen in Mitteldeutschland“

2014 Freiberufliche Tätigkeit für das Projekt „Lexikon zu Jenaer Stadtgeschichte“ als Autor und Redakteur

2014-2016 Externer Mitarbeiter des Thüringer Freilichtmuseums Hohenfelden

seit 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

 

  • Historische Anthropologie der Frühen NeuzeitRijksmuseum - RP-P-1996-21 - CC

  • Universitätsstadt- und Studentengeschichte

  • Alltags- und Kriminalitätsgeschichte

  • Geschichte ‚von unten‘

  • Subkulturen in Kunst und Alltag

  • Historische Hausforschung

 

 

 

 

 

 

 

(Hg.): Pennalismus. Ein Phänomen protestantischer Universitäten im 17. Jahrhundert (Quellen zur protestantischen Bildungsgeschichte 6), Leipzig 2014.

Bacchanalien und Mummenlauffen. Studentische Fastnacht in der frühneuzeitlichen Universitätsstadt Jena, in: Zwischen Inaugurationsfeier und Fachschafts-Party. Akademische Festkulturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. (Tagungsband, im Druck, hg. von der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte; zgl. in: Fauser, Peter/Braune, Gudrun (Hg.): lokal - regional - global. Einblicke in historische Lebenswelten. 25 Jahre Thüringische Vereinigung für Volkskunde, Erfurt 2016, S. 148-166.)

Auf engstem Raum. Ein Umsiedlerquartier in Marlishausen, in: Schmelz, Linda/Zschäck, Franziska (Hg.): Haus und Hof, Leib und Leben (Hohenfeldener Hefte 6), Kranichfeld 2015, S. 47-60.

„Wir sein so starck als ir seyd“. Die ungastliche Stadt und die Hohe Schule zu Jena, in: Bernhard, Kirsten/Krug-Richter, Barbara/Mohrmann, Ruth-E. (Hg.): Gastlichkeit und Geselligkeit im akademischen Milieu in der Frühen Neuzeit, Münster/New York/München/Berlin 2013, S. 67-99.

Art.: „Pennalismus“, in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

Art.: „Studentische Tischgesellschaften“, in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

Art.: „Studentisches Wohnen und Speisen“, in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

Art.: "Universität, Studierendenfrequenz", in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

Art.: "Studentenverbindungen, vor 1815", in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

Art.: "Universität, Freitische", in: Lexikon zur Jenaer Stadtgeschichte. (im Druck)

 

 

WS 2016/17: ‚Ego-Dokumente‘ - Fragmente historischer Lebenswelten (Seminarleitung)

2016: Der Studentische Tod. Eine statistische Betrachtung studentischer Todesfälle an der Universität Jena (Tagung: 23. Tag der Thüringischen Landesgeschichte)

2015: "Bacchanalien und Mummenlauffen mit Narrenkleidern und Laruatis" – Studentische Fastnacht in der frühneuzeitlichen Universitätsstadt Jena (Tagung: „Zwischen Inaugurationsfeier und Fachschafts-Party. Akademische Festkulturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart“, internationale Tagung in Wien)

2014: Kopps Hütte. Ein Umsiedlerquartier in Marlishausen (Tagung: „Haus und Hof. Leib und Leben“ in Hohenfelden)

2014: Studentisches Leben in Jena im 16. und 17. Jahrhundert (Vortragsreihe: HSG ISHA „Studentisches Leben in Jena und Region durch die Jahrhunderte“ in Jena)

SS 2014: Tumulte, Proteste, Revolutionen – Studentenunruhen vom Mittelalter bis zur Gegenwart (Seminarleitung)

2013: Studentische Tischgemeinschaften und das Jenaer Pennalwesen im 17. Jahrhundert (Forschungskolloquium: Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte Göttingen, WS 2013/14)

2013: Der studentische Tod. Eine statistische Betrachtung studentischer Sterbefälle an der Universität Jena 1548-1700 (Tagung: „Zurück in die Zukunft? Die „alte“ Kölner Universität im Kontext der europäischen Universitätsgeschichte“ in Köln)

WS 2012/13: Das Jenaer Studentenleben in handschriftlichen Quellen der Frühen Neuzeit: Einführung in die Archivnutzung und Paläographie (Seminarleitung)

2010: Studenten, Bürger, Wein und Bier. Die Aufnahme der Universitätsangehörigen durch die Jenaer Bürgerschaft im 16. Jahrhundert. (Workshop: „Gastlichkeit und Geselligkeit im akademischen Milieu in der frühen Neuzeit“ in Münster)

 

 

 

 

 

Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft)

 

Sprechzeiten: Mi 12 - 13 Uhr
sowie nach Vereinbarung.

Telefon: 03641-9-44393
matthias.hensel@uni-jena.de