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Stephanie Schmidt, M.A.

Stephanie SchmidtNach Clifford Geertz lautet die zentrale Frage einer jeden ethnografischen Arbeit: „What the hell is going on here?“. Dabei gilt dieser Satz nicht nur für die zentrale Methode volkskundlichen Arbeitens, sondern auch ganz grundlegend für das wissenschaftliche Interesse von Volkskundlerinnen und Volkskundlern. Das Verstehen menschlicher Lebenswelten, ihrer Praktiken und Interaktionen (zwischen Menschen, aber auch zu Objekten) ist eins der dringendsten Anliegen volkskundlichen Arbeitens. Der Fokus der Volkskundlerinnen und Volkskundler auf die sie umgebenden Lebenswelten, die Fähigkeit scheinbar Bekanntes in einem anderen Licht erscheinen zu lassen, Fremdes greifbar zu machen und mit verbreiteten Vorstellungen zu brechen, war es auch der 2006 zum Studium der Volkskunde/Kulturgeschichte führte.

Die übergangenen, nicht-gewollten und übersehenen Dinge des Alltags, die zu zentralen Schlüsselelementen im Verstehen kultureller Phänomene werden können, führten schließlich auch zum Thema der Dissertation am Lehrstuhl in 2013. Im Fokus steht dabei die Funktion und Relevanz von Aggressionsaffekten, wie Wut und Zorn, im Verhältnis zwischen Polizei und BürgerInnen. Die Arbeit geht hierbei der Frage nach, wie diese Emotionen als gehandelte Praxis (doing emotion) im Rahmen impliziter und expliziter Regelsysteme (normativer Ordnungen) verstanden werden können.

 

 

 

 

2006-2012: Magisterstudium der Volkskunde/Kulturgeschichte, angewandten Ethik und Religionswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.  Magisterarbeit: "Political Correctness und Humor"

2010-2013: studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) sowie ehrenamtliches, später gewähltes Mitglied im Fachschaftsrat

2011-2012: Tutorin am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2010-2012: Mitglied im Fachschaftsrat der Volkskunde/Kulturgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2013- 2015: stellvertretendes Mitglied für den Mittelbau im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät

seit 2013: wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

seit 2015: Vorstandsmitglied der Thüringischen Vereinigung für Volkskunde

seit 2015: Referentin für das freie Bildungsangebot des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit (im Projekt Parthner des Heimatbunds Thüringen)

 

  • Polizeikultur und PolizistInnenkulturG20_Sören Kohlhuber

  • Normative Dimensionen des Alltags

  • Emotionen und Emotionspraktiken

  • Erzählen im Alltag

  • Ethnographische Zugänge zu Lebenswelten

  • Räume und Orte 

 

 

 

 

 

 

Artikel

Zusammen mit Ullrich, Peter/Knopp, Philipp/Thurn, Roman: Gipfel der Eskalationen. Polizei und Versammlungsfreiheit bei den G20-Protesten, ipb- working papers 

Die (An)ordnung der Körper - Praktiken polizeilichen Handelns, in: Rolshoven, Johanna/Schneider, Ingo (Hg.): Dimensionen des Politischen (November 2017)

Sicherheit und Ordnung. Einblicke in polizeiliche Praktiken zur Herstellung von (Un)Sicherheit, in: Schweizer Gesellschaft für Volkskunde (Hg.): Staat und Sicherheit. Korrespondenzblatt der Schweizer Gesellschaft für Volkskunde (2017/2), S.45-48.

Protest-Raum. Die Strukturierung des öffentlichen Raumes bei Straßenprotesten am Beispiel des 9. November 2016 in Jena, in: Amadeu Antonio Stiftung (Hg.): Wissen schafft Demokratie: Schriftenreihe des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft 1 (2017), S. 220-237.

Rezensionen

Rezension: Lydia Maria Arantes und Elisa Rieger (Hg.): Ethnographien der Sinne. Wahrnehmung und Methode in empirisch-kulturwissenschaftlichen Forschungen, in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2016).

Rezension: Manfred Seifert (Hg.): Die mentale Seite der Ökonomie. Gefühl und Empathie im Arbeitsleben, in: Zeitschrift für Volkskunde (2016/1), S.120-121. 

Rezension: Gertraud Koch und Stefanie Everke Buchanan (Hg.): Pathways to Empathy. New Studies on Commodification, Emotional Labor, and Time Binds, in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2014), S. 292-294.

Rezension: Jutta Buchner-Fuhs und Burkhard Fuhs: Gute Kindheit? Vorstellungen, Entwürfe, Lebensweisen gelingender Kindheit im historischen Wandel, in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde (2013), S. 172-173.

„Ausnahmezustand und Gewalt. Polizei und polizeiliches Handeln beim G20" Vortrag für die freie uni bamberg am 09.11.2017, Bamberg.

"Black Box Polizei. Strukturen und Kulturen der Polizei" und "Polizei und Protest. Mythen und Realitäten polizeilichen Handelns im Demonstrationsgeschehen", Workshops am 03./04.11.2017, Leipzig

"Über Demonstrationsbeobachtung am Beispiel von G20" Vortrag beim Arbeitskreis "Soziale Bewegungen und Polizei" zum Thema "Selektivität im Proest Policng: Gruppen, Situationen, Kontexte" am 13.10.2017, Berlin.

„‚Wir können nur die Scherben aufsammeln.‘ Polizeiliche Alltagspraxis als politisches Handeln?“ Vortrag auf der Tagung »Dimensionen des Politischen«. 28. Internationale Fachverbandstagung der Institute für Europäische Ethnologie und Kulturanthropologie in Österreich vom 25.-28. Mai 2016, Graz.

"Ertragen und Abwehren“ Vortrag beim Workshop „Ethnografisches Forschen“ vom 13.-14. November 2015, Innsbruck.

 

 

 

 

Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft)

 

Sprechzeiten: nach Vereinbarung per E-Mail.

Telefon: 03641-9-44995
stephanie.schmidt.5@uni-jena.de