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Wolfgang Vogel, M.A.

Wolfgang VogelWenn aus dem niederbayrischen Identitätsgefühl des „Mir san mir!“ ein „Warum san mir eigentlich mir?“ wird, kann das an einer Ausbildung zum Volkskundler liegen. So beschäftigt sich das Fach nicht nur mit regionalen Ausprägungen, sondern evoziert Fragen danach, was eigentlich hinter solchen Identitätskonzepten steht, sodass Reibungsflächen zwischen Vertrautheit und Fremdheit innerhalb der eigenen Kultur entstehen, die es immer wieder neu zu ergründen gilt.

Mein Dissertationsvorhaben untersucht den hinlänglich als „Tiervater“ bekannten Alfred Brehm und dessen Sicht auf die Menschen. Auf seinen zahlreichen Reisen bleiben die Anderen die Fremden – selbst an ihren genuinen Orten, während Alfred Brehm gefestigt in seiner bürgerlichen Weltanschauung des 19. Jahrhunderts verharrt. Er soll im Kontext der Wissenschaftsgenese der Ethnologie verstanden werden. Zentral ist hierbei die Frage, wie jemand Menschen beschreibt, der umgekehrt den Tieren menschliche Züge zuspricht. (Arbeitstitel: „Von ‚freilebenden Negern‘ und kirgisischer Brautwerbung – Alfred Edmund Brehm als Menschenbeobachter und Ethnograph“)

 

 

 

 

1987: geboren in Kelheim.

2006-2010: Bachelor of Arts in den Fächern Volkskunde/Kulturgeschichte und Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bachelorarbeit: „Die Vitrifizierung von Verstorbenen“.

2010-2013: Master of Arts im Fach Volkskunde/Kulturgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Masterarbeit: „Von jungen Menschen und alten Möbeln - Eine Suche nach den Retrotrends im Wohninventar“.

2011-2013: Hilfskraft am Sonderforschungsbereich 580 der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2010-2014: Hilfskraft am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

2013-2014: Tutor am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

seit 2013: Freiberufliche Tätigkeit als Autor, Journalist und im Museum. 

seit 2015: Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

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  • Wissenschaftsgenese der Ethnologie

  • Bürgerliches Naturverständnis

  • Popularisierung von Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert

  • Forschungsreisen

  • Natursehnsüchte

  • Jugendkulturen

  • Retro-Trends

  • Sepulkralkultur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rezension: Moritz Buchner/Anna-Maria Götz (Hg.): Transmortale. Tod und Trauer in der neueren Forschung, in: Zeitschrift für Volkskunde (2017/2), S.300-302.

Die Vitrifizierung von Verstorbenen, in: Christian Hoffstadt (Hg.): Der Tod in Kultur und Medizin (= Aspekte der Medizinphilosophie, Bd. 14), Bochum u.a. 2014, S. 541-556.

Die Vitrifizierung von Verstorbenen, in: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (Hg.): Friedhof und Denkmal 4 (2013), S. 15-22.

Versuch einer Annäherung. Müll und Kultur – Ab wann sind Dinge Müll? Zusammen mit Peter Looschelders, in: Sven Thalmann / Angelika Weber / Ingo Weidig (Hg.): „Gegensätze“ – Vier Tage im Paradies. Tagungsband Studierendentagung 03.-06. Juni 2010 in Jena, Jena 2010, S. 177-182.

Die Uhr und der Rosmarin. Über zwei historische Bestattungsbräuche, in: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (Hg.): Friedhof und Denkmal 2 (2010), S. 24-26.

 

 

 

 

Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft)

 

Sprechzeiten: Mi 16 - 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung.

Telefon: 03641-9-44995
wolfgang.vogel@uni-jena.de